
Am 28. August 1726 verkaufen der „ehrsame“ Mathias Prackwieser, „Oberhofer zu Oberpozen“ und seine „tugendhafte Ehewirtin“ Ursula Lintner dem „edlen Herrn“ Andre Lanner, „Bürger und Kaufherr zu Bozen“, ein neues, an das Oberhofer-Wohnhaus grenzende Gebäude zum Zwecke der Sommerfrische. Aus den „erpauten zwo Camern sambt all den ybrigen Umb- unnd Ingepeyen, Item Kheller, Kichele, Dillen und Stallele“ wird im Laufe der folgende Jahrzehnte durch die Familien Lanner zuerst und Kinsele danach – auch erfolgreiche Bozner Kaufherren – , ein für Oberbozen typisches Sommerrefugium, welches die Mode der Zeit aber auch das Selbstverständnis des durch Handel zu Reichtum gelangten Bozner Bürgertums widerspiegelt.
Anlässlich des Abschlusses umfangreicher Renovierungsarbeiten und der 300sten Wiederkehr des obgenannten Besitzwechsels finden im Sommer 2026 vor dem historischen Sommerfrischhaus in Maria Schnee/Oberbozen drei kulturelle Veranstaltungen statt – eine für jedes Jahrhundert.

