Sie fallen ob ihrer Gestaltung sofort auf, die beiden Villen, welche sich am Westrand von Maria Schnee befinden, die Promenade nach Maria Himmelfahrt führt an ihnen vorbei (Abb. 1 und 7). Errichtet wurden sie 1898, der Bauherr war Edmund von Zallinger-Thurn. Über ihn und die beiden anfänglich als Pension Sonnenlehen verwendeten Villen habe ich in einem vorigen Beitrag berichtet.

Im Gespräch mit der rührigen Eigentümerin der Villa Anna, Frau Silvrid Schick-Eccel, äußerte diese die starke Vermutung, dass die beiden Oberbozner Villen von demselben Architekten entworfen wurden wie ein sehr bekanntes Gebäude (Abb. 2) am Kohlererberg, ein auf ähnlicher Höhe befindlicher kleinerer Sommerfrischort oberhalb Bozens. In der Tat ist die Ähnlichkeit mit der dortigen 1896 errichteten, nach dem Projektanten und Eigentümer benannten Villa Bittner, auch Villa Degischer genannt, frappierend. Alle drei Gebäude sind eindeutig dem sogenannten Heimatstil verpflichtet. Laut Wikipedia ist er
“… ein Architekturstil, der auf ländliche und auch regionale Architekturformen zurückgreift. Er entwickelte sich ab den 1870er Jahren.” “Durch den einsetzenden Tourismus und die Kultur der Sommerfrische fand der neue Stil rasche Verbreitung. Es kam dabei zu einer bunten Vermischung einzelner landschaftstypischer Baumerkmale, die Gebäude wurden sozusagen an den jeweiligen Standort angepasst und entsprechend mit Fachwerk, Buckelquadern, geschnitzten Elementen oder Fensterläden ausstaffiert.”






































