Mit dem Setzen der Bäume längs der zusätzlichen Einfahrt, welche im Rahmen von kleineren Grenzverschiebungen mit dem südlichen Nachbarn gebaut wurde (ich berichtete), kann auch dieses Vorhaben als beendet betrachtet werden. Es stimmt, der Bretterzaun muss wieder montiert und ergänzt werden und mittelfristig wäre es sinnvoll, auch ein Gitter am Beginn der Rampe montieren zu lassen. Aber momentan will ich weitere Ausgaben vermeiden und die Benutzbarkeit ist ja so auch gegeben.
Abb 1: Blick vom südlichen Rand der oberen Wiese auf die Parkbucht und den Beginn der zusätzlichen, neuen Einfahrt. Im Vordergrund einer der neu gesetzten Linden.
Entlang der zur oberen Wiese führenden Rampe haben wir Bäume setzen lassen. Der tradierten Umgebung gemäß zwei Winterlinden (Tilia cordata) und zwei Rosskastanien. Bei letzteren fiel dieses Mal die Wahl auf rosa blühende Exemplare (Aesculus x carnea). Erstens aus ästhetischen Gründen und zweitens, – leider wichtiger – weil diese natürlichen Hybride resistent gegenüber der sich sehr stark ausgebreiteten Miniermotte (Cameraria ohridella) sind. Anfällig ist dieser natürliche Hybrid aber wie seine Gattungsgenossen auf den die Blattbräune der Rosskastanie verursachenden Pilz Guignardia aesculi.
Über die Arbeiten von Alois Langgartner wurde hier schon öfters berichtet (1, 2, 3, 4), hat doch gerade die äußere und innere Farbgebung eines historischen Gebäudes nicht nur einen ästhetischen Wert, sondern ist auch ein wesentlicher Teil der Geschichte der Villa. Mit Alois Langgartner und seinen Mitarbeitern hatten wir ein tolles Team am Bau, das nicht nur mit sehr viel Fingerspitzengefühl punktete – Alois und Andreas haben über Jahre in den Pescoller-Werkstätten gearbeitet – , sondern auch eine besondere Zuverlässigkeit an den Tag legte. Und was mir, auch bei anderen Handwerkern besonders gefiel: sie teilten gerne ihr Wissen mit mir, ich konnte viel in dieser Zeit von ihnen lernen. Anbei auch sein Restaurierungsbericht.
In diesem Beitrag verwendete Literatur- und Bildquellen:
Warum das warme Wasser neu erfinden? Warum nicht die Expertinnen und Experten selbst zu Wort kommen lassen? Anbei der reich bebilderte Bericht der Fa. Zingerle. Ich hatte nicht zu hoffen gewagt, dass eine so gründliche und doch schonende Reinigung der extrem stark verrußten Malereien am Gang möglich war (ich berichtete). Ich kann diesen Betrieb nur weiterempfehlen, in jeder Hinsicht.
In diesem Beitrag verwendete Literatur- und Bildquellen:
Auf dass in Zukunft keine parkenden Autos mehr das Umfeld der historischen Villa stören, werden gerade am Rand der unteren Wiese drei Parkplätze errichtet. Sie werden über die Straße nach Maria Himmelfahrt erschlossen. Gleich daneben beginnt auch die zusätzliche Einfahrt auf unser Grundstück. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass sich in Zukunft die geparkten Autos in unmittelbarer Nähe zu einer im Winter geräumten Straße befinden, sodass man nach einem Schneefall ohne viel schaufeln zu müssen den Ort verlassen kann.
Abb. 1: Die Villa Kinsele von Süden. Im Vordergrund mittig die im Bau befindliche Parkbucht, links der Beginn des zusätzlichen Einfahrtsweges. Noch stehen keine Mauern.
Diese Arbeiten erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Nachbarn Erwin Mayr, der im vergangenen Herbst das alte Hotel Viktoria, einst das Wohngebäude des Doppelbauern, abgerissen hat und jetzt mit sehr ähnlichen Formen und Abmessungen wiedererrichten lässt. In diesen Tagen sollten die Natursteinmauern der Parkplatzbucht errichtet werden, danach folgt der eigentliche Bau des Anfahrtsweges, hinauf zur oberen Wiese.
Abb. 2: Verschiedene Phasen der Bauarbeiten.
Die ausführenden Betriebe sind die örtlichen Firmen RittnerBau und Unterhofer. Mit Ende Mai, so lautet der Zeitplan, müssten auch diese Arbeiten abgeschlossen sein.
In diesem Beitrag verwendete Literatur- und Bildquellen:
Abb. 1: Frau Karin Zigerle retuschiert kleine Fehlstellen.
Die vorgefundenen Deckenmalereien sind nicht überall gleich gut erhalten. Die vor etwa 150 Jahren eingezogenen zweiten Decken darunter haben die darüber liegenden Malereien an sich gut konserviert, waren aber zu diesem Zeitpunkt in ihrer Gesamtheit schon renovierungsbedürftig. Vielleicht war der damit verbundene finanzielle Aufwand neben der sich ändernden Mode der ausschlaggebende Grund für die Verhüllung, wer weiß?
Als im Wesentlichen barocker Bau ist die Villa Kinsele einer reichen Farbigkeit verpflichtet. Auch wenn die Umbauten Anfang der siebziger Jahre, wie schon mehrfach erwähnt, wenig glücklich waren, so wurde doch damals bei der Farbgebung auf die Tradition Rücksicht genommen. Insofern waren die Bewohner schließlich auch an die dominierende weiß-rote Farbgebung der Türen, innen wie außen, gewöhnt. Allerdings wurde diesmal auch vermehrt das sogenannte “Himmelfahrtsgrau” verwendet, vor allem im Inneren der einzelnen Räume.
Abb. 1: Kurzfristig wird die Küche der Wohnung “Robert” zur Malerwerkstatt umfunktioniert. hinten rechts übrigens ein Wandkasten aus der Zeit des Haubaus mit der nooch sehr gut erhlatenen Originalbemalung.
Die Türen der getäfelten Räume blieben auf der Innenseite natürlich unbehandelt. Auf diese Weise bleibt der barocke Charakter des Hauses erhalten, aber an den getäfelten Räumen im Erdgeschoss lässt sich auch die spätere Neigung einer Besitzergeneration zur altdeutschen/neugotischen Wohnungsausstattung ablesen.
“Für den jahrelangen Wahnsinn, für das unerbittliche Engagement auf Auftraggeberseite wurde Wilhelm Buchhammer am Freitag mit dem Österreichischen Bauherrenpreis 2024 ausgezeichnet. Der seit 1967 jährlich verliehene Preis holt ausnahmsweise mal nicht die Planer und Architektinnen vor den Vorhang, sondern jene Menschen, die das Risiko eingehen und das Geld in die Hand nehmen, um ebensolche Projekte, um ebensolche Visionen zu realisieren. Der von der Zentralvereinigung der Architekt:innen Österreichs (ZV) ausgelobte Preis ist der älteste und konsequenteste seiner Art weltweit.“
Abb. 1: Ausschnitt aus “Der Standard” vom 16.November 2024. Sollte der Beitrag nicht mehr online verfügbar sein, kann man durch das Klicken auf die Abbildung zum Bildschirmfoto desselben gelangen.
Pünktlich mit dem jahreszeitlich bedingten Kälteeinbruch konnte der Tischler endlich auch die gerade fertigestellte Oberlichtenverglasung (Abb. 1) einsetzen. Von links nach rechts sind die Familienwappen der Familien Lanner, Kinsele, v. Menz und Kobler zu erkennen. Die erste Jahreszahl markiert das Jahr der Erbauung des Hauses in der jetzigen Form, die zweite hingegen das Ende der aktuellen Renovierungsarbeiten.
Abb. 1: Die Haustüre von innen gesehen.
Ausgehend von einer alten Aufnahme, welche sehr wahrscheinlich Franz Kinsele in der Türöffnung der Villa Kinsele abbildet und wo man sein Familienwappen, bleiverglast, darüber eindeutig erkennen kann (Abb. 2), wollte ich in Anlehnung daran die bisherigen Hauseigentümern symbolisch vergegenwärtigen.
Abb 2: Die Oberlichte in vergangen Zeiten. Wenn man genauer hinseiht, erkennt man darin bleiverglast das Kinselsche Wappen. In der Tür, Zigarre rauchend, sehr wahrscheinlich Franz Kinsele (1831 bis 1908) um 1890. (Foto Sammlung Kobler)„Die Wappenscheibe“ weiterlesen
…trotzdem ist ein vielbeachteter Beitrag in der Bauen-Beilage der Wochenzeitschrift ff entstanden. Mich freut es für unseren Architekten Franz Kosta, gibt ihm diese Publikation doch die wohlverdiente mediale Sichtbarkeit. Ja, ich weiß, im Text sind auch einige Ungenauigkeiten zu finden, darauf hatte ich zu keiner Zeit Einfluss. Aber die Message, welche unterstützt durch die tollen Aufnahmen von Alexandra Clement vermittelt werden soll, kommt m.E. trotzdem gut herüber, der Artikel hat damit sein Ziel nicht verfehlt.
Der Hinweis auf die Sonnenuhr war der endgültige Beweis, dass Hans von Hoffensthal in seinem Roman Marion Flora (1914) mit Luisl’s Vaterhaus die Villa Kinsele gemeint hat.
Zu ihrer Rechten lag das alte Oberbozen hinter den Lärchenhöhen; zunächst den paar Häusern von Maria Schnee, Luisl’s Vaterhaus, neben dem die kleine Kirche hockte, die Höfe vom Doppelbauer und vom Hofer, dieser mit ein paar zausigen Albern, jener mit einer alten Lärche, jeder aber mit einer von moosigem Stroh bedachten Scheune. … „So,“ sie traut ein paar Schritte an die Südseite des Hauses und sah auf den Zeiger der Sonnenuhr, „es ist gegen drei.“
Vergrößerter Ausschnitt aus einem Foto um 1890.
Doch was ist von dieser Sonnenuhr geblieben? Leider nur mehr ein paar unvollstängie bzw, unscharfe Fotos. Um 1890 dürfte sie noch in gutem Zustand gewesen sein, siehe Foto oben. Als etwas später kann man das zweite hier dargestellte Bild datieren, es stellt den mittleren Teil der Sonnenuhr dar, sie scheint noch gut erhalten gewesen zu sein. Es zeigt die Sonne als Frau mit Strahlenkranz, welche der Erde Früchte schenkt. An den vier Ecken sind Sternbilder sichtbar. Die Schrift am unteren Ende – Omne Bonum Ex Sole – bedeutet auf deutsch so viel wie “Alles Gute kommt von der Sonne”.
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.