„Mit tiefer Wehmut nimmt man das Buch zur Hand. Ein letzter Gruß aus einem frischen, allzu frühen Grab.“
2027 jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag des „Rittner Dichters“, Hans von Hoffensthal. Um mich schon beizeiten auf das Jubiläumsjahr einzustimmen bzw. es nicht unvorbereitet anzugehen und nicht zuletzt wegen eines dritten, bedeutenden Grundes, den anzugeben es aber noch verfrüht ist, habe ich mir diese Wochen seinen letzten Roman „Moj“ zu Gemüte geführt.
Abb. 1: Die leinengebunde Ausgabe im Format eines heutigen Taschenbuches.Abb.2: Das Titelblatt. Es handelt sich um einen Nachdruck, schon ein Jahr nach dem Ersterscheinen.
Anders als gewohnt hat der Autor diesen Roman nicht mehr bei Egon Fleischel & Co. in Berlin verlegen lassen, sondern hat sich damit an den Verlag Ullstein Berlin/Wien gewandt (Abb.2). Er wurde ein großer Erfolg, was sicherlich der Qualität des Werkes und nicht dem traurigen Umstand geschuldet ist, dass es zeitgleich mit seinem allzu frühen Tod auf dem Buchmarkt erschien.
Abb. 3: Der Zeit gemäß wurde die Frakturschrift verwendet.
An das Lesen der Frakturschrift (Abb. 3) habe ich mich nach zwei Seiten vollständig gewöhnt, das soll jedenfalls kein valider Hindernisgrund sein, sich nicht in die Belletristik vor 110 Jahren zu begeben (Abb. 4). Ich war am Ende sehr froh, es getan zu haben, es wird nicht sein letztes Werk sein, in das ich literarisch eintauchen werden.
Abb.4: Alexander von Weilen rezensiert „Moj“ in „Das literarische Echo – Halbmonatschrift für Literaturfreunde“ 18. Jahrgang, S. 56.
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