Die unbekannten Oberbozner Bauten des Architekten Johann Bittner

Sie fallen ob ihrer Gestaltung sofort aus, die beiden Villen, welche sich am Westrand von Maria Schnee befinden, die Promenade nach Maria Himmelfahrt führt an ihnen vorbei (Abb. 1 und 7). Errichtet wurden sie 1898, der Bauherr war Edmund von Zallinger-Thurn. Über ihn und die beiden anfänglich als Pension Sonnenlehen verwendeten Villen habe ich in einem vorigen Beitrag berichtet.

Abb. 1: Die Villa Bergfried (links) und die Villa Anna in Maria Schnee/Oberbozen in den ersten Jahren nach ihrer Fertigstellung 1898. In der Mitte mit dem Oberbozner Mantel wahrscheinlich Lori Kinsele, sie steht auf dem Grundstück unterhalb der heutigen Villa Malinowski, die Aufnahmerichtung ist Westnordwest. Ich vermute, dass das Foto ihr Halbbruder Robert gemacht hat.

Im Gespräch mit der rührigen Eigentümerin der Villa Anna, Frau Silvrid Schick-Eccel, äußerte diese die starke Vermutung, dass die beiden Oberbozner Villen von demselben Architekten entworfen wurden wie ein sehr bekannte Gebäude (Abb. 2) am Kohlererberg, ein auf ähnlicher Höhe befindlicher kleinerer Sommerfrischort oberhalb Bozens. In der Tat ist die Ähnlichkeit mit der dortigen 1896 errichteten, nach dem Projektanten und Eigentümer benannten Villa Bittner, auch Villa Degischer genannt, frappierend.

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Ansichtskarten der Woche (5)

Maria Himmelfahrt

Abb 1: “Assunta del Renòn m. 1193” (Ansichtskarte, Zwischenkriegszeit).

Der Fotograf steht in der Nähe des Friedhofeingangs und fotografiert nach Nordwesten. Das Hauptmotiv ist die Kirche Maria Himmelfahrt in Oberbozen. Rechts ist noch ein Teil des Frühmesserhauses zu sehen. Sie wurde 1669 erbaut, 1791 erweitert und ist die Nachfolgekirche der weiter entfernten, auf einem markanten Hügel befindlichen Kirche St. Georg und Jakob. Maria Einsiedeln, St. Magdalena und auch Maria Schnee, letztere bis 1866 sind bzw. waren hingegen private Gotteshäuser.

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